Entwicklungsfinanzierung

Entwicklungsfinanzierung

Unter dem Begriff Entwicklungsfinanzierung wird international diskutiert, wie wirtschaftliches Wachstum und soziale Entwicklung von Entwicklungsländern finanziert werden kann. Der Begriff stammt aus den 1950er Jahren und beurteilt den Entwicklungsstand und den Lebensstandard aus Sicht der Industrienationen. Relevante Themen der Diskussion über die Entwicklungsfinanzierung sind unter anderem die Entwicklung von innovativen Finanzinstrumenten und die Schuldentragfähigkeit von Entwicklungsländern. Als gemeinsames Merkmal weisen Entwicklungsländer ein geringes Pro-Kopf-Einkommen, eine niedrige Spar- und Investitionstätigkeit als auch mangelhafte Bildungschancen auf. In unserem Linkbereich Entwicklungsfinanzierung finden Sie Beispiele, wie Unternehmen und einzelne Unternehmer bzw. Unternehmerinnen eine aktive Rolle in der Entwicklungsfinanzierung und -hilfe spielen.

Dambisa Moyo

Dambisa Moyo

Dambisa Moyo wurde 1969 in Sambia geboren. Nach ihrem Studium der Chemie an der American University in Washington D.C. absolvierte sie nach ihrem Bachelor ein MBA-Programm in Finanzwirtschaft. Zusätzlich erhielt sie einen Master-Abschluss an der Universität Harvard und erarbeitete sich einen PhD der Universität Oxford in Volkswirtschaftslehre. Darauf folgten Tätigkeiten bei der Weltbank und bei Goldman Sachs.

Dambisa Moyo wurde vom Times Magazine als eine der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt („100 Most Influential People in the World“) ausgezeichnet (Stand 2009). Zudem ist sie 2009 für das World Economic Forum’s Young Global Leaders Forum nominiert worden. Sie ist Autorin des Buches „Dead Aid: Why Aid is Not Working and How there is a Better Way for Africa“, das kritisch das Thema der Entwicklungshilfe beleuchtet. Neben der karitativen und humanitären Hilfe, setzt sich Dambisa Moyo vor allem mit der systematischen Hilfe in ihrem Buch auseinander. Korruption, Fehler im Krisenmanagement, Abhängigkeiten sind nur einige der Folgen von Entwicklungshilfe. Dambisa Moyo ist somit die erste afrikanische Frau, die das Thema der Entwicklungsfinanzierung erfahren und bewusst aus einer anderen Perspektive angeht.

Erfahren Sie mehr über Dambisa Moyo:

www.dambisamoyo.com

Grameen Bank

Grameen Bank

Die Grameen Bank („Bank auf dem Land“) ist ein Mikrofinanz-Kreditinstitut (Hauptsitz Bangladesch), das seit 1983 besteht. Der aus Bangladesch stammende Wirtschaftswissenschaftler Professor Muhammad Yunus beobachtete, dass arme Menschen nur ein geringes Kapital für ihren wirtschaftlichen Erfolg benötigen, um beispielsweise Rohstoffe und andere Materialien zu erwerben. Nachdem er zunächst sein eigenes Geld verlieh, entwickelte er ein System, in dem sich Kreditnehmer (meistens Frauen) gemeinsam zur Rückzahlung verpflichten und für einander haften.

Neben dem Welternährungspreis (1994), dem Sydney-Friedenspreis (1998), dem Friedensnobelpreis (2006), wurde Muhammad Yunus von dem US amerikanischen Präsidenten Barack Obama mit der Presidential Medal of Freedom (2009) gewürdigt. 

Besonders wissenswert ist die „Method of Action“, welche die zugrunde liegenden Prinzipien der Grameen Bank erläutert. 

www.grameen-info.org

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